A

Antikoagulans
Blutgerinnungshemmender Wirkstoff, der in den meisten Rodentiziden steckt. Er wirkt verzögert nach einigen Tagen; das Gegenmittel ist Vitamin K1.

B

BAuA
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Ihre Bundesstelle für Chemikalien ist in Deutschland die Zulassungsstelle für Biozidprodukte.
Biozidprodukt
Produkt, das Schadorganismen auf chemischem oder biologischem Weg zerstört, abschreckt, unschädlich macht oder ihre Wirkung verhindert – etwa Insektizide, Rodentizide oder Desinfektionsmittel.

C

CAS-Nummer
Internationale Registriernummer eines chemischen Stoffes, z. B. 52645-53-1 für Permethrin. Sie identifiziert einen Stoff eindeutiger als sein Name.
CLP-Verordnung
EU-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen – die Grundlage für H- und P-Sätze, Signalwörter und Piktogramme.

E

EUH-Satz
Ergänzender Gefahrenhinweis, den es nur im EU-Recht gibt, z. B. EUH401 zur Einhaltung der Gebrauchsanleitung oder EUH208 zu enthaltenen Allergenen.

G

Gebrauchsanweisung
Herstellerangaben dazu, wie, wo, wogegen, in welcher Menge und von wem ein Biozidprodukt angewendet werden darf. Verbindlich ist, was der Zulassung entspricht und auf dem Etikett steht.
GHS-Piktogramm
Rot umrandete, auf der Spitze stehende Raute mit schwarzem Symbol, die eine Gefahrenart kennzeichnet. Es gibt neun Piktogramme, GHS01 bis GHS09.

H

H-Satz
Standardisierter Gefahrenhinweis nach CLP-Verordnung mit Kennziffer, z. B. H301 „Giftig bei Verschlucken“ oder H410 „Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung“.

I

Insektizid
Biozidprodukt gegen Insekten wie Schaben, Ameisen, Bettwanzen oder Fliegen. Insektizide bilden zusammen mit Mitteln gegen Milben und andere Gliederfüßer die Produktart 18.

K

Konzentrat
Produkt, das vor der Anwendung mit Wasser verdünnt wird. Kürzel wie EC, SC oder CS beschreiben, in welcher Form der Wirkstoff vorliegt.
Köderstation
Verschließbarer, stabiler Behälter, in dem Köder so ausgelegt werden, dass die Zieltiere hineinkommen, Kinder, Haustiere und Wildtiere aber nicht an das Gift gelangen.

P

P-Satz
Standardisierter Sicherheitshinweis nach CLP-Verordnung, der sagt, wie man sich schützt und was im Ernstfall zu tun ist – z. B. P280 „Schutzhandschuhe tragen“.
Produktart (Biozid)
Einteilung der Biozidprodukte nach ihrem Verwendungszweck in 22 Produktarten, z. B. Produktart 14 für Rodentizide oder 18 für Insektizide. Im Portal steht der Begriff außerdem für die Darreichungsform.

R

Rodentizid
Biozidprodukt gegen Nagetiere wie Ratten und Mäuse (Produktart 14). Die meisten enthalten blutgerinnungshemmende Wirkstoffe und dürfen oft nur von Fachleuten eingesetzt werden.

S

Sachkunde
Nachgewiesene Fachkenntnis, die für bestimmte Biozidprodukte Voraussetzung für die Verwendung oder den Verkauf ist – etwa für viele Rodentizide und Begasungsmittel.
Sicherheitsdatenblatt (SDB)
Dokument mit 16 festgelegten Abschnitten zu Gefahren, Schutzmaßnahmen, Erster Hilfe, Lagerung, Entsorgung und Eigenschaften eines Stoffes oder Gemisches.
Signalwort
„Gefahr“ oder „Achtung“ – das Wort auf dem Etikett, das auf einen Blick zeigt, wie schwer die Gefahr eines Produkts eingestuft ist.

U

UFI (Rezepturidentifikator)
Eindeutiger Rezepturidentifikator aus 16 Zeichen auf dem Etikett gefährlicher Gemische. Damit finden Giftinformationszentren im Notfall die genaue Zusammensetzung.

W

Wirkstoff
Der Bestandteil eines Biozidprodukts, der die Wirkung gegen den Schadorganismus hervorruft – zum Beispiel Permethrin gegen Insekten oder Brodifacoum gegen Ratten.

Z

Zulassungsnummer
Kennung der behördlichen Zulassung eines Biozidprodukts, z. B. DE-0015369-18. Das Länderkürzel zeigt, wo die Zulassung gilt – „N-“-Nummern sind dagegen nur Meldungen.