Konzentrat

Produkt, das vor der Anwendung mit Wasser verdünnt wird. Kürzel wie EC, SC oder CS beschreiben, in welcher Form der Wirkstoff vorliegt.

Stand: 29.10.2026

Konzentrate sind in der Schädlingsbekämpfung weit verbreitet, besonders bei Fachleuten. Aus einer kleinen Flasche entsteht durch Verdünnen eine große Menge gebrauchsfertiger Sprühlösung (Spritzbrühe). Das ist günstiger und lässt sich je nach Befall dosieren. Gebrauchsfertige Produkte heißen dagegen ready to use (RTU).

Formulierungskürzel

Die Buchstaben hinter dem Produktnamen geben die Formulierung an, also wie der Wirkstoff im Produkt verteilt ist:

  • EC – Emulsionskonzentrat: Wirkstoff in einem Lösemittel gelöst, ergibt mit Wasser eine milchige Emulsion. Häufig entzündbar und mit EUH066 gekennzeichnet.
  • SC – Suspensionskonzentrat: feste Wirkstoffteilchen fein in Flüssigkeit verteilt. Vor Gebrauch schütteln.
  • CS – Kapselsuspension: Wirkstoff in mikroskopisch kleinen Kapseln. Er wird langsam freigesetzt und wirkt oft länger auf Oberflächen.
  • EW – Emulsion, Öl in Wasser: wasserbasiert und meist lösemittelärmer als EC.
  • ME – Mikroemulsion, SL – wasserlösliches Konzentrat, WP – Spritzpulver, WG – wasserdispergierbares Granulat: weitere Formen.

Dosierung

Die Gebrauchsanweisung nennt die Verdünnung, zum Beispiel in Millilitern Konzentrat pro Liter Wasser, und die Menge Spritzbrühe pro Quadratmeter Fläche. Beides hängt vom Zielorganismus und von der Oberfläche ab: Saugfähige Untergründe wie Holz oder Beton brauchen oft mehr als glatte Fliesen. Mehr hilft nicht mehr – eine Überdosierung erhöht vor allem die Belastung für Mensch und Umwelt.

Sicherheitsdatenblatt beachten

Das Sicherheitsdatenblatt und die Gefahrenkennzeichnung beziehen sich auf das unverdünnte Konzentrat. Beim Ansetzen der Lösung ist der Kontakt mit dem Konzentrat am größten. Deshalb gelten die Schutzmaßnahmen aus Abschnitt 8, etwa Handschuhe und Augenschutz, gerade für diesen Schritt.

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