P-Satz
Standardisierter Sicherheitshinweis nach CLP-Verordnung, der sagt, wie man sich schützt und was im Ernstfall zu tun ist – z. B. P280 „Schutzhandschuhe tragen“.
Stand: 29.10.2026
P-Sätze (von englisch precautionary statements) übersetzen die Gefahren aus den H-Sätzen in konkrete Handlungsanweisungen. Wie die H-Sätze sind sie in der CLP-Verordnung mit festem Wortlaut festgelegt.
Die fünf Gruppen
- P1xx – Allgemeines, zum Beispiel P101 „Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Etikett bereithalten“ oder P102 „Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen“.
- P2xx – Prävention, zum Beispiel P260 „Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol nicht einatmen“, P273 „Freisetzung in die Umwelt vermeiden“ oder P280 „Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz tragen“.
- P3xx – Reaktion im Ernstfall, zum Beispiel P301 + P310 „Bei Verschlucken: Sofort Giftinformationszentrum oder Arzt anrufen“.
- P4xx – Lagerung, zum Beispiel P405 „Unter Verschluss aufbewahren“.
- P5xx – Entsorgung, zum Beispiel P501 „Inhalt/Behälter … zuführen“, ergänzt um die konkrete Entsorgungsstelle.
Kombinierte Sätze
P-Sätze werden mit „+“ verbunden, wenn sie zusammengehören: P302 + P352 bedeutet „Bei Berührung mit der Haut: Mit viel Wasser waschen“. Die erste Nummer beschreibt die Situation, die zweite die Maßnahme. Manche P-Sätze enthalten Auswahlmöglichkeiten, die der Hersteller passend zum Produkt festlegt – etwa welche Schutzausrüstung genau nötig ist.
Etikett und Sicherheitsdatenblatt
Auf dem Etikett sollen in der Regel nicht mehr als sechs P-Sätze stehen, damit es lesbar bleibt. Das Sicherheitsdatenblatt führt in Abschnitt 2 die P-Sätze des Etiketts auf. Weitere Schutzmaßnahmen finden sich dort vor allem in den Abschnitten 7 (Handhabung und Lagerung) und 8 (persönliche Schutzausrüstung).
Mehr dazu im Ratgeber H-Sätze, P-Sätze und Signalwörter verstehen.