Deltamethrin

Pyrethroid · CAS 52918-63-5

Deltamethrin ist eines der wirksamsten Pyrethroide. Es wird gegen Schaben, Ameisen, Bettwanzen, Fliegen, Mücken und viele weitere Insekten eingesetzt.

Stand: 29.10.2026

Deltamethrin gehört zu den stärksten synthetischen Pyrethroiden. Schon geringe Mengen wirken zuverlässig gegen ein breites Spektrum von Insekten, und auf behandelten Flächen bleibt der Wirkstoff eine Zeit lang aktiv. Deshalb ist Deltamethrin in der professionellen Schädlingsbekämpfung weit verbreitet.

Produkte mit Deltamethrin – mit Sicherheitsdatenblatt

Produkte erscheinen hier, sobald ihre Angaben geprüft sind.

Was ist Deltamethrin?

Deltamethrin ist ein Typ-II-Pyrethroid mit Cyanogruppe. Anders als viele andere Pyrethroide, die als Gemisch mehrerer Isomere vorliegen, besteht Deltamethrin im Wesentlichen aus einem einzigen, besonders wirksamen Stereoisomer. Es ist den natürlichen Pyrethrinen nachempfunden, aber wesentlich beständiger gegenüber Licht und Luft.

Neben Biozidprodukten wird Deltamethrin auch im Pflanzenschutz, in der Tiermedizin und in insektizidbehandelten Moskitonetzen verwendet.

So wirkt Deltamethrin

Deltamethrin wirkt auf die spannungsabhängigen Natriumkanäle der Nervenzellen von Insekten. Es verhindert, dass sich die Kanäle nach einem Nervenimpuls rechtzeitig schließen. Dadurch kommt es zu einer Dauererregung, das Insekt wird gelähmt und stirbt.

Der Wirkstoff wirkt in erster Linie als Kontaktgift, zusätzlich als Fraßgift. Insekten nehmen ihn auf, wenn sie direkt getroffen werden oder über behandelte Flächen laufen. Die Wirkung tritt schnell ein, und durch die Beständigkeit des Wirkstoffs werden auch Insekten erfasst, die später über die Fläche laufen.

Wogegen wird Deltamethrin eingesetzt?

Als Insektizid wird Deltamethrin in Konzentraten zum Verdünnen, Suspensionen, mikroverkapselten Formulierungen, Pudern und Sprays angeboten. Typische Ziele sind:

  • Schaben und Ameisen
  • Bettwanzen
  • Fliegen, Mücken und Wespen
  • Flöhe, Spinnen, Silberfischchen und Vorratsschädlinge

Häufig wird Deltamethrin für Flächen- und Spaltbehandlungen sowie als Sperrschicht an Eingängen eingesetzt. Für welche Schädlinge und Bereiche ein Produkt verwendet werden darf, legt allein dessen Etikett fest.

Sicherheit für Mensch, Tier und Umwelt

Deltamethrin ist sehr giftig für Fische und Wasserorganismen sowie für Bienen. Produkte dürfen nicht in Gewässer, Abflüsse oder die Kanalisation gelangen, und Außenanwendungen müssen so erfolgen, dass kein Abschwemmen in Gewässer möglich ist.

Katzen reagieren empfindlich auf Pyrethroide; Haustiere sollten behandelte Flächen erst nach dem Antrocknen betreten. Bei Hautkontakt kann es vorübergehend zu Kribbeln oder Brennen kommen. Beim Ausbringen von Konzentraten ist geeignete Schutzausrüstung zu tragen.

Wie ein Produkt eingestuft ist, hängt von Konzentration und Formulierung ab. Verbindlich sind das Sicherheitsdatenblatt und die dort genannten H-Sätze.

Resistenzen

Gegen Deltamethrin und andere Pyrethroide sind Resistenzen bei vielen Insekten bekannt, unter anderem bei Bettwanzen, Schaben, Stubenfliegen und Stechmücken. Ursache sind vor allem Veränderungen am Natriumkanal und ein verstärkter Abbau durch Entgiftungsenzyme. Fachbetriebe wechseln deshalb häufig zwischen Wirkstoffen mit unterschiedlichem Wirkmechanismus.

Häufige Fragen

Wirkt Deltamethrin gegen Bettwanzen?

Deltamethrin wird gegen Bettwanzen eingesetzt. Viele Bettwanzenpopulationen sind jedoch gegen Pyrethroide resistent, sodass eine Bekämpfung meist mehrere Maßnahmen erfordert.

Wie lange wirkt Deltamethrin auf behandelten Flächen?

Das hängt von Formulierung, Untergrund, Licht und Reinigung ab. Auf glatten, geschützten Flächen hält die Wirkung länger an als auf porösen oder häufig gereinigten Oberflächen.

Ist Deltamethrin für Katzen gefährlich?

Katzen reagieren empfindlicher als andere Haustiere auf Pyrethroide. Sie sollten nicht mit frisch behandelten Flächen in Berührung kommen, und Produkte sind nur nach Etikett anzuwenden.